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Abenteuer

Schatten der Lust und das Auge im Türspalt

Das schmale Bett in Tifas Zimmer ächzte unter der Last unserer Hingabe. Der Raum war erfüllt vom schweren, süßlichen Geruch von Schweiß und dem metallischen Beigeschmack von Mako, der in Midgar allgegenwärtig war. Doch hier drin, in diesem Kokon aus Wärme und Fleisch, spielte die Außenwelt keine Rolle mehr. Tifa war eine Offenbarung unter mir. Ihre Schenkel, muskulös und doch unglaublich weich, pressten mich immer wieder eng gegen sie, als könnte ich nicht tief genug in sie eindringen.

„Otto... oh Gott, Otto...“, stöhnte sie, den Kopf weit nach hinten geworfen, während ihre schwarzen Haare wie Seide über die Laken peitschten. Ihre Hände, die sonst Granaten warfen oder Knochen brachen, krallten sich nun hilfesuchend in meine Schultern.

Ich vergrub mein Gesicht in der Beuge ihres Halses, sog den Duft von Jasmin und Adrenalin ein. Jeder Stoß fühlte sich an wie ein Erdbeben, das durch meine gesamte Existenz raste. Tifa war nicht nur die Barkeeperin oder eine Kameradin – sie war in diesem Moment das Zentrum meines Universums. Ihre feuchte Haut rieb gegen meine, und das rhythmische Klatschen unserer Körper war die einzige Musik, die wir brauchten.

Was wir jedoch in der Hitze des Augenblicks nicht bemerkten, war das leise Knarren der alten Holztür. Das „Seventh Heaven“ war ein altes Gebäude, und die Scharniere zu Tifas privatem Rückzugsort waren tückisch. Ein schmaler Lichtspalt aus dem Flur fiel in das abgedunkelte Zimmer und traf direkt auf das Fußende des Bettes.

Draußen im Schatten des Ganges stand Erza Scarlet. Unsere gemeinsame Freundin, eine Abenteurerin von solchem Ruf, dass ihr Name normalerweise Ehrfurcht und Schrecken verbreitete. Sie war gerade erst von einer Solo-Mission zurückgekehrt, ihre schwere Rüstung noch staubig vom Kampf. Eigentlich hatte sie nur nach uns sehen wollen, doch das Geräusch von Tifas ungezügeltem Stöhnen hatte sie wie angewurzelt stehen bleiben lassen.

Erza atmete schwer. Durch den Spalt sah sie, wie ich Tifas Beine noch höher zog, wie mein Rücken sich spannte und die Muskeln unter der Anstrengung hervortraten. Sie sah Tifas Gesicht, das verzerrt war vor Ekstase, die Augen halb geschlossen, die Lippen feucht und offen.

Ein Zittern lief durch Erzas Körper. Sie hätte gehen sollen. Es wäre der Ehrenkodex einer Kriegerin gewesen, die Privatsphäre ihrer Freunde zu achten. Doch die Hitze, die aus dem Zimmer drang, legte sich wie ein schwerer Schleier über ihren Verstand. Ihre Hand glitt fast wie von selbst nach unten, weg vom Griff ihres Schwertes, hin zu der ledernen Rüstung zwischen ihren Beinen.

„Mmh... ja, genau so...“, flüsterte Tifa im Zimmer, unwissend, dass wir beobachtet wurden. Sie schlang ihre Arme um meinen Nacken und zog mich hinunter für einen weiteren, tiefen Kuss, der nach Verlangen und Hingabe schmeckte.

Draußen im Flur presste Erza ihren Rücken gegen die kühle Wand, während ihre Finger unter den Rand ihrer Beinschienen glitten. Die Reibung ihres eigenen Körpers, kombiniert mit den schlüpfrigen Geräuschen aus dem Zimmer, ließ ihren Atem stoßweise gehen. Sie biss sich auf die Unterlippe, um nicht laut aufzustöhnen. Die eiserne Jungfrau der Gilde, die sonst unnahbare Erza, war in diesem Moment nur noch ein Bündel aus brennendem Verlangen.

Ich spürte, wie Tifa sich unter mir anspannte. Ihr ganzer Körper begann zu zittern, ein Zeichen, dass sie kurz vor dem Abgrund stand. „Otto, ich kann nicht mehr... ich bin so weit...“, keuchte sie und presste ihre Fingernägel so fest in meinen Rücken, dass es fast schmerzte.

„Komm für mich, Tifa“, flüsterte ich rau an ihr Ohr. „Lass alles raus.“

Mit einem letzten, kraftvollen Stoß spürte ich, wie die Wellen ihrer Lust über mich hereinbrachen. Tifa schrie meinen Namen in das Kissen, während ihre inneren Muskeln mich fest umschlossen und rhythmisch pulsierten. In diesem Moment verlor auch ich die Kontrolle. Ein heißer Schwall aus purer Erleichterung ergoss sich in sie, und ich brach erschöpft über ihr zusammen, die Stirn an ihre schweißnasse Schulter gebettet.

Im Flur erreichte auch Erza ihren Höhepunkt. Ein heftiges Zittern durchlief ihre Glieder, und sie musste sich am Türrahmen abstützen, um nicht die Besinnung zu verlieren. Ihr Atem ging rasselnd, und für einen Moment war die Welt um sie herum nur noch ein verschwommener Nebel aus Lust und Scham.

Sie verharrte einige Sekunden, bis sie wieder klar denken konnte. Mit zittrigen Fingern ordnete sie ihre Kleidung und strich sich das rote Haar aus dem Gesicht. Ohne ein weiteres Wort, so leise wie ein Schatten, schlich sie den Flur entlang zurück in den Schankraum, die Hitze in ihrem Inneren noch immer wie ein glühender Kern spürbar.

Im Zimmer rollte ich mich von Tifa zur Seite, doch ich ließ sie nicht los. Ich zog die Decke über uns beide und hielt sie fest im Arm.

„Das war... unglaublich“, sagte Tifa leise, ihre Stimme noch immer belegt von der Anstrengung. Sie legte ihren Kopf auf meine Brust und lauschte meinem rasenden Herzschlag.

„Du bist unglaublich“, entgegnete ich und küsste ihren Scheitel.

„Hast du das Gefühl gehabt, dass wir... nicht allein waren?“, fragte sie plötzlich und blickte kurz zur Tür, die nun wieder fest verschlossen schien.

Ich lachte leise und drückte sie fester an mich. „Vielleicht sind es nur die Geister von Midgar, die neidisch auf unser Glück sind. Mach dir keine Sorgen, Tifa. Heute Nacht gehört die Welt nur uns.“

Sie lächelte, ein echtes, zufriedenes Lächeln, und schloss die Augen. Wir wussten nicht, dass Erza unten an der Bar saß, ein Glas Wasser in den zitternden Händen, und den Moment niemals vergessen würde. Doch für uns zählte nur die Stille nach dem Sturm und das Versprechen, dass dies erst der Anfang unserer gemeinsamen Reise war.