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Abenteuer

Flammenhaar und Faustrecht: Das Dreieck der Sehnsucht

Die Stille nach dem Sturm hielt nicht lange an. Tifa lag zwar mit dem Kopf auf meiner Brust, doch ich spürte, wie sich ihre Muskeln unter der schweißnassen Haut erneut anspannten. Ihre Sinne waren geschärft, jahrelang trainiert in den gefährlichsten Ecken von Midgar. Sie war nicht nur eine Geliebte, sie war eine Kämpferin, die selbst im Moment der größten Erschöpfung eine Veränderung in der Luft wahrnahm.

„Otto“, flüsterte sie, und diesmal schwang kein Zweifel mehr in ihrer Stimme mit. „Da ist jemand.“

Bevor ich antworten konnte, glitt sie mit der Geschmeidigkeit eines Panthers aus dem Bett. Sie scherte sich nicht um ihre Nacktheit; in der dämmrigen Beleuchtung ihres Zimmers wirkte sie wie eine Statue aus Alabaster und Schatten. Sie trat zur Tür und legte ihr Ohr gegen das Holz. Ein leises Schnaufen, fast wie ein unterdrücktes Schluchzen oder ein hastiger Atemzug, drang von draußen herein.

Tifa sah mich an, und in ihren Augen blitzte etwas auf, das ich nicht sofort deuten konnte. Es war kein Zorn. Es war ein tiefes Verständnis, gepaart mit einer fast schon spielerischen Neugier. Sie legte die Hand auf den Türgriff und riss ihn mit einer plötzlichen Bewegung auf.

Draußen im Flur erstarrte die Gestalt. Erza Scarlet, die unbesiegbare Kriegerin, die Frau, die Drachen und Dämonen ohne mit der Wimper zu zucken gegenübertrat, wirkte in diesem Moment wie ein ertapptes Kind. Ihr Gesicht war so rot wie ihr Haar, und ihre Hand verharrte noch immer in der Nähe ihres Gürtels, während ihre Brust sich unter der schweren Rüstung heftig hob und senkte.

„Erza“, sagte Tifa leise. Es war keine Anklage, sondern eine Feststellung.

Erza wollte sich abwenden, die Flucht ergreifen, doch Tifa war schneller. Sie griff nach Erzas Handgelenk – nicht grob, sondern bestimmt. „Lauf nicht weg. Wir wissen beide, warum du hier stehst. Wir wissen beide, was du fühlst.“

Ich saß aufrecht im Bett, die Decke nur halb über meine Hüften gezogen, und beobachtete die Szene mit klopfendem Herzen. Erza sah an Tifa vorbei direkt in meine Augen. In diesem Blick lag so viel unterdrückte Leidenschaft, so viel Schmerz über die Einsamkeit ihrer harten Rolle als Abenteurerin, dass es mir fast den Atem raubte.

„Ich... ich wollte nicht stören“, brachte Erza mühsam hervor. Ihre Stimme, sonst so fest und befehlend, zitterte. „Ich bin gerade erst zurückgekehrt und...“

„Und du hast uns gehört“, unterbrach Tifa sie sanft. Sie zog Erza langsam über die Schwelle in das Zimmer. „Du hast Otto schon lange beobachtet, Erza. Ich habe es gesehen. Jedes Mal, wenn er von einer Mission zurückkommt, suchst du seinen Blick. Du liebst ihn genauso wie ich.“

Erza senkte den Kopf, ihre scharlachroten Haare verdeckten ihr Gesicht. „Es steht mir nicht zu. Er gehört zu dir, Tifa.“

Tifa lachte leise und schloss die Tür hinter Erza. Sie trat nah an die andere Frau heran und legte ihr die Hände auf die Schultern. „In dieser Welt, Erza, gehört niemandem irgendetwas sicher. Warum sollten wir uns mit weniger zufrieden geben, wenn wir alles haben können? Ich liebe Otto. Und ich schätze dich mehr als jede andere Gefährtin. Ich will nicht, dass du im Schatten stehst und zusiehst.“

Tifa sah zu mir rüber, eine stumme Frage in ihren Augen. Ich nickte nur langsam. Die Verbindung zwischen uns dreien war schon immer da gewesen, ein unsichtbares Band aus Vertrauen und gemeinsamen Kämpfen. Erza in diesen Kreis aufzunehmen, fühlte sich nicht wie ein Verrat an, sondern wie die Vervollständigung eines Puzzles.

„Komm her, Erza“, sagte ich mit rauer Stimme.

Die rothaarige Kriegerin zögerte noch einen Moment, dann brach der Damm. Mit zitternden Fingern begann sie, die Schnallen ihrer Rüstung zu lösen. Das schwere Metall klapperte auf den Boden, ein Symbol dafür, dass sie hier ihren Schutzpanzer ablegte – in jeder Hinsicht. Unter der Rüstung trug sie nur einfache Reisekleidung, die bald darauf den Weg des Metalls ging.

Als sie schließlich nackt vor uns stand, war ihre Schönheit fast einschüchternd. Ihr Körper war von Narben gezeichnet, Zeugnisse unzähliger Schlachten, die ihr eine wilde, fast göttliche Aura verliehen. Tifa trat hinter sie und begann, ihr das rote Haar aus dem Nacken zu streichen, während sie ihr sanfte Küsse auf die Schulterblätter drückte.

„Siehst du?“, flüsterte Tifa. „Hier gibt es kein Urteil. Nur uns.“

Erza trat an das Bett heran. Ihre Bewegungen waren nun nicht mehr die einer Soldatin, sondern die einer Frau, die nach Jahren der Entbehrung endlich nach dem griff, was sie sich am meisten wünschte. Sie sank auf die Matratze, und sofort war ich bei ihr.

Ihre Haut fühlte sich heiß an, fast als würde sie von innen heraus brennen. Als ich sie küsste, schmeckte ich die Verzweiflung und die plötzliche, überwältigende Freude in ihr. Es war ein Kuss, der nach Eisen und Feuer schmeckte, ganz anders als die sanfte Süße von Tifa, aber ebenso berauschend.

Tifa gesellte sich zu uns, und bald waren wir ein Geflecht aus Gliedmaßen, Lippen und Haut. Es war eine Sinfonie der Sinne. Tifa übernahm die Führung, ihre Hände führten Erza, zeigten ihr, wie sie mich berühren sollte, während ich zwischen den beiden Frauen versank.

„Otto...“, keuchte Erza, als meine Lippen ihre Brust fanden. Ihr Rücken bog sich durch, und sie krallte ihre Finger in mein Haar. „Ich habe so lange davon geträumt... ich dachte, ich würde allein sterben, auf irgendeinem Schlachtfeld...“

„Nicht heute“, flüsterte ich gegen ihre Haut. „Und niemals allein.“

Tifa kniete hinter Erza, ihre Brüste drückten gegen Erzas Rücken, während sie ihre Arme um sie schlang und ihre eigenen Finger mit denen der Kriegerin verschränkte. Die Dynamik im Raum hatte sich verändert. Aus der intimen Zweisamkeit war ein loderndes Inferno geworden.

Ich spürte die Hitze von beiden Seiten. Tifas erfahrene Berührungen und Erzas ungestüme, fast wilde Leidenschaft ergänzten sich perfekt. Als ich schließlich wieder bereit war, führte Tifa mich nicht zu sich selbst, sondern zu Erza.

„Mach sie glücklich, Otto“, flüsterte Tifa und küsste Erza leidenschaftlich auf den Mund, während ich langsam in die rothaarige Frau eindrang.

Ein Schrei der Erlösung entwich Erzas Kehle. Es war ein Laut, der all den Schmerz und die Einsamkeit der letzten Jahre aus ihr herauspresste. Sie klammerte sich an mich, als wäre ich der einzige Anker in einer tobenden See. Tifa blieb eng bei uns, ihre Hände wanderten über unsere Körper, sie liebkoste Erza, flüsterte ihr Komplimente ins Ohr und sorgte dafür, dass sich keine von uns ausgeschlossen fühlte.

Der Rhythmus wurde schneller, wilder. Das schmale Bett hielt der Belastung kaum stand, während wir uns in einen Rausch steigerten, der alles bisher Dagewesene in den Schatten stellte. Erzas muskulöse Beine schlangen sich um meine Taille, und Tifa fand ihren eigenen Weg zur Ekstase, indem sie sich eng an uns rieb und die Reibung unserer Körper genoss.

„Ich liebe euch beide“, stöhnte ich, während das Licht der Mako-Reaktoren draußen am Horizont zu flimmern schien.

In diesem Moment gab es keine Gilden, keine Missionen und keine Shinra-Corporation. Es gab nur das Dreieck aus Fleisch und Gefühl. Als der Höhepunkt uns schließlich alle drei gleichzeitig erfasste, war es wie eine Explosion aus Licht. Erza schrie, Tifa krallte ihre Nägel in meinen Rücken, und ich verlor mich vollkommen in der Empfindung, zwei so starke, wunderbare Frauen gleichzeitig zu spüren.

Erschöpft und schwer atmend sanken wir in die Kissen. Das Zimmer war nun vollkommen still, bis auf das synchrone Heben und Senken unserer Brustkörbe. Ich lag in der Mitte, den Arm um Tifa und den anderen um Erza.

Erza zitterte noch immer leicht. Sie vergrub ihr Gesicht an meinem Hals, und ich spürte eine einzelne, warme Träne auf meiner Haut. „Danke“, flüsterte sie so leise, dass ich es fast überhört hätte.

Tifa hob den Kopf und sah Erza an, dann mich. Ein wissendes, zufriedenes Lächeln lag auf ihren Lippen. Sie beugte sich vor und küsste Erza sanft auf die Stirn. „Du gehörst jetzt zu uns, Erza. Kein Verstecken mehr im Flur.“

„Kein Verstecken mehr“, wiederholte Erza und schloss die Augen, während sie sich tiefer in die Decken kuschelte.

Ich sah nach oben an die Decke und spürte die Wärme der beiden Frauen an meiner Seite. Draußen in Sektor 7 mochten die Schatten lang sein und die Zukunft ungewiss, doch hier drin hatten wir etwas gefunden, das stärker war als jeder Zauber und jede Waffe. Wir waren eine Einheit geworden, geschmiedet im Feuer der Lust und gehärtet durch die Wahrheit unserer Gefühle.

„Schlaft jetzt“, sagte ich leise. „Morgen beginnt ein neues Abenteuer. Für uns alle drei.“

Und während der Schlaf uns langsam holte, wusste ich, dass dies erst der Anfang einer Geschichte war, die weit über die Grenzen des „Seventh Heaven“ hinausgehen würde. Der Abenteurer hatte nicht nur sein Ziel gefunden – er hatte sein Zuhause verdoppelt.