Breaking ice
Scherben
Der Weg zum Büro von Coach Davies war ein Sprint durch einen Tunnel aus Eis. Garrett spürte die kalte Nachtluft nicht, die in seinen Lungen brannte. Er spürte nichts außer dem hämmernden Rhythmus seines Herzens und den drei Worten, die auf seinem Handybildschirm leuchteten wie ein Todesurteil. *In mein Büro. Sofort.*
Er riss die schwere Tür zum Sportkomplex auf und seine Schritte hallten in den leeren, nach Chlor und altem Schweiß riechenden Gängen wider. Das Licht war gedämpft, die Arena lag im Dunkeln, still wie ein Grab. Es war ein unheimlicher Anblick, dieser Ort, der normalerweise von Lärm und Leben erfüllt war. Jetzt war er nur noch ein stiller Zeuge der Katastrophe, die sich anbahnte.
Die Tür zum Büro des Trainers stand einen Spalt offen. Ein gelber Lichtstreifen fiel auf den polierten Linoleumboden. Garrett zögerte, sein Atem ging in kurzen, stoßweisen Zügen. Er hatte sich in den letzten Stunden unbesiegbar gefühlt, gestärkt von Iverys unerschütterlichem Glauben an ihn. Jetzt fühlte er sich wieder wie ein kleiner Junge, der zum Schulleiter zitiert wurde. Er atmete tief durch, schob die Erinnerung an Iverys Lächeln wie einen Schild vor sich und trat ein.
Coach Davies saß hinter seinem massiven Schreibtisch, der mit Taktiktafeln, Videobändern und Papierstapeln übersät war. Er war ein Mann in den Fünfzigern, mit einem Gesicht, das von unzähligen gewonnenen und verlorenen Spielen gezeichnet war. Er sah nicht wütend aus. Er sah müde aus. Unendlich müde. Er deutete auf den unbequemen Holzstuhl vor dem Schreibtisch, ohne aufzusehen.
»Setz dich, Garrett.«
Garrett gehorchte. Die Stille im Raum war drückend. Das einzige Geräusch war das leise Summen des alten Kühlschranks in der Ecke.
»Ich hatte heute einen Anruf«, begann der Coach schließlich und sah Garrett zum ersten Mal direkt an. Sein Blick war undurchdringlich. »Einen langen Anruf. Von deinem Vater.«
Garretts Magen verkrampfte sich. »Ich kann mir vorstellen, was er gesagt hat.«
»Wirklich?«, fragte Davies und lehnte sich zurück. »Kannst du das? Kannst du dir vorstellen, wie es ist, von einem Freund anzurufen zu werden, einem Mann, mit dem ich seit zwanzig Jahren durch dick und dünn gehe, und zu hören, dass sein Sohn, sein einziger Sohn, kurz vor einem kompletten Zusammenbruch steht? Dass er sich von seltsamen Leuten beeinflussen lässt, sein Studium schleifen lässt, sein ganzes Leben wegwirft, für das er so hart gearbeitet hat?«
Die Worte waren wie gezielte Schläge. Lügen. Alles Lügen, verdreht und vergiftet, um ihn als das Opfer, als den besorgten Vater darzustellen.
»Das ist nicht wahr«, sagte Garrett leise, aber fest.
»Was ist nicht wahr?«, fuhr der Coach fort, seine Stimme wurde lauter. »Dass du die ganze Nacht nicht in deinem Zimmer warst? Dass du dein Team nach dem wichtigsten Spiel der bisherigen Saison im Stich gelassen hast, um irgendeinem Mädchen nachzujagen? Dass du seine Anrufe ignorierst, als wäre er irgendein Fremder? Phil sagte, er macht sich Sorgen um deine mentale Gesundheit, Garrett. Er glaubt, der Druck wird dir zu viel.«
»Der einzige Druck, der mir zu viel wird, ist der, den er macht!«, platzte es aus Garrett heraus. Er konnte die aufsteigende Wut nicht zurückhalten. »Er lügt, Coach. Er kontrolliert jeden Aspekt meines Lebens, und als ich es gewagt habe, einmal nicht nach seiner Pfeife zu tanzen, ruft er dich an und spielt den besorgten Vater? Er hat meine Konten gesperrt! Er will mich brechen!«
Coach Davies rieb sich die Schläfen. »Er sagte, er hat dir den Geldhahn zugedreht, weil du angefangen hast, dein Geld für… fragwürdige Dinge auszugeben. Er sagte, es sei ein Versuch, dich zur Vernunft zu bringen.« Er seufzte. »Hör zu, Junge. Ich stecke hier zwischen den Stühlen. Du bist mein Kapitän. Du bist der beste Spieler, den ich seit Jahren hatte. Aber Phil… Phil ist ein Freund. Und er klang verzweifelt.«
»Er ist ein Manipulator«, zischte Garrett. »Er war es schon immer.«
»Er ist auch der Mann, der dieser Universität eine neue Eishalle gespendet hat«, sagte der Coach kühl, und mit diesem Satz war alles gesagt. Die unausgesprochene Hierarchie, die Loyalitäten, die über Freundschaften hinausgingen und tief in die Fundamente der Universität reichten. »Er ist eine Legende. Und du bist sein Sohn. Das bringt eine gewisse Verantwortung mit sich.«
Garrett spürte, wie die Falle zuschnappte. Er konnte nicht gewinnen. Jeder Versuch, sich zu verteidigen, würde nur als Beweis für seine Instabilität, für seine »Respektlosigkeit« gewertet werden.
»Was wollen Sie von mir, Coach?«, fragte er, seine Stimme war nur noch ein heiseres Flüstern.
Der Coach lehnte sich vor, seine Hände auf dem Schreibtisch verschränkt. Sein Blick war nun hart, der des Trainers, nicht der des Freundes. »Ich will meinen Kapitän zurück. Ich will den fokussierten, unbesiegbaren Garrett Graham, der Spiele gewinnt und sein Team anführt. Ich will nicht diesen… emotionalen, abgelenkten Jungen, der hier vor mir sitzt. Dein Vater hat einen Vorschlag gemacht. Er ist bereit, alles zurückzunehmen, die Sache zu vergessen, wenn du dich wie ein erwachsener Mann verhältst.«
»Und was bedeutet das?«, fragte Garrett, obwohl er die Antwort bereits fürchtete.
»Du fährst am Wochenende nach Hause. Du redest mit ihm. Von Angesicht zu Angesicht. Du klärst das. Du entschuldigst dich. Und du kommst zurück und konzentrierst dich auf das, was wichtig ist: Hockey.« Der Coach hielt inne. »Wenn du das nicht tust… muss ich annehmen, dass dein Vater recht hat. Dass du dem Druck nicht gewachsen bist. Und ein Kapitän, der dem Druck nicht gewachsen ist, kann dieses Team nicht anführen. Dann sitzt du auf der Bank, Garrett. Bis du deinen Kopf wieder gerade gerückt hast.«
Auf der Bank. Die Worte trafen ihn härter als jeder Check gegen die Bande. Es war nicht nur eine Drohung, ihm das Kapitänsamt zu entziehen. Es war die Drohung, ihm das Spiel selbst zu nehmen. Das Einzige, was wirklich ihm gehörte. Oder was er dafür gehalten hatte.
»Sie glauben ihm«, sagte Garrett tonlos. Es war keine Frage.
Coach Davies wich seinem Blick aus und starrte auf eine Taktiktafel an der Wand. »Ich glaube, dass Blut dicker ist als Wasser. Und ich glaube, dass eine Familie ihre Probleme unter sich klären sollte. Regel das, Garrett. Das ist alles, was ich sage.«
Es war eine Entlassung. Garrett stand auf, seine Beine fühlten sich an wie Blei. Er ging zur Tür, ohne den Coach noch einmal anzusehen.
»Garrett?«, rief Davies ihm nach. Garrett blieb mit der Hand auf der Klinke stehen. »Sei nicht dumm, Junge. Er ist dein Vater. Er will nur das Beste für dich.«
Garrett schloss die Tür leise hinter sich. Die Worte des Coaches hallten in der stillen, kalten Luft des Korridors wider. *Er will nur das Beste für dich.* Ein bitteres, schmerzerfülltes Lachen entrang sich seiner Kehle. Er lehnte sich mit dem Rücken gegen die kalte Wand und ließ sich zu Boden gleiten.
Er hatte verloren. Er hatte für einen kurzen, glorreichen Moment geglaubt, er könnte gewinnen. Er hatte geglaubt, mit Ivery an seiner Seite könnte er das Brett umwerfen. Aber er hatte vergessen, dass sein Vater nicht nur die Figuren besaß. Er besaß das ganze verdammte Spiel. Die Bank. Er würde ihn auf die Bank setzen. Ihn vor dem ganzen Team demütigen. Ihn zu einem Niemand machen. Und er wusste, dass er es tun würde. Coach Davies würde es tun. Aus Loyalität, aus Druck, aus Bequemlichkeit.
Die Hoffnung, die ihn den ganzen Tag über getragen hatte, zerfiel zu Staub. Übrig blieb eine kalte, schwere Leere. Er dachte an Iverys zuversichtliches Lächeln, an ihre Pläne, an ihre unerschütterliche Stärke. Er hatte sie mit in seinen Krieg gezogen, und nun war die erste Bombe direkt auf ihm gelandet.
Er musste sie sehen.
Er wusste nicht, wie viel Zeit vergangen war, als er sich endlich aufrappelte. Sein Körper fühlte sich fremd an, seine Bewegungen waren mechanisch. Er verließ den Sportkomplex und trat hinaus in die Nacht. Alles sah anders aus, die vertrauten Gebäude des Campus wirkten bedrohlich, die Lichter der Laternen zu grell.
Sein Weg führte ihn nicht zu seinem eigenen Wohnheim. Er ging wie ein Schlafwandler zu ihrem. Er musste ihr sagen, was passiert war. Er musste ihre Stimme hören, die ihm sagte, dass es nicht das Ende war. Er musste ihren festen Glauben spüren, der seinen eigenen ersetzen konnte, der gerade in Scherben lag. *Wenn so ein Tag kommt, rufst du mich an. Nicht ihn. Versprochen?* Er hatte es versprochen.
Er klopfte an ihre Tür, sein Herz hämmerte einen wilden, unregelmäßigen Rhythmus gegen seine Rippen.
Die Tür ging auf, und Allie stand vor ihm. Ihr übliches fröhliches Lächeln gefror, als sie sein Gesicht sah.
»Oh mein Gott, Garrett. Was ist passiert? Du siehst aus, als hättest du einen Geist gesehen.«
»Ist sie da?«, krächzte er.
Allie nickte und trat besorgt zur Seite. »Im Zimmer. Sie lernt.«
Ivery saß auf ihrem Bett, umgeben von aufgeschlagenen Büchern, ein Stift steckte in ihrem unordentlichen Haarknoten. Als sie aufsah und ihn erblickte, erhellte sich ihr Gesicht. Ein reines, strahlendes Lächeln, das direkt auf sein Herz zielte.
»Du bist es«, sagte sie und legte ihr Buch beiseite. »Ich hab mir schon Sorgen gemacht. Wie war dein erstes Mal als Nachhilfelehrer? Hast du den Job?«
Ihr Lächeln und ihre unschuldige Frage waren wie ein Dolchstoß. Er hatte diese kleine, perfekte Welt, die sie sich heute aufgebaut hatten, völlig vergessen.
Er schloss die Tür hinter sich. »Mein Vater hat den Coach angerufen.«
Ihr Lächeln erstarb. Die Freude in ihren Augen wurde durch eine wachsame Anspannung ersetzt. »Und?«
»Und der Coach hat ihm geglaubt«, sagte Garrett, seine Stimme brach. »Er hält mich für psychisch labil. Er denkt, ich stehe kurz vor einem Zusammenbruch.« Er lachte humorlos. »Vielleicht hat er sogar recht.«
»Nein«, sagte sie sofort, ihre Stimme war wieder fest und stark. »Hat er nicht. Was hat er gesagt? Der Coach?«
»Er hat mir ein Ultimatum gestellt«, fuhr Garrett fort, die Worte kamen wie auswendig gelernt aus ihm heraus. »Ich soll am Wochenende nach Hause fahren. Mich entschuldigen. Zurückkriechen. Wenn nicht… setzt er mich auf die Bank. Für unbestimmte Zeit.«
Er sah sie an, wartete auf ihre Reaktion. Er erwartete Wut. Er erwartete eine kämpferische Rede. Er erwartete, dass sie sagen würde: »Dann soll er doch! Wir finden einen anderen Weg!«
Aber Ivery sagte nichts. Sie starrte ihn nur an, ihre grünen Augen waren groß und dunkel geworden. Die Farbe war aus ihrem Gesicht gewichen. Sie sah nicht wütend aus. Sie sah verängstigt aus.
Er machte einen Schritt auf sie zu. »Ivery?«
Sie zuckte zurück, als hätte er sie angeschrien. »Auf die Bank«, wiederholte sie, ihre Stimme war ein kaum hörbares Flüstern. »Er will dir das Spiel nehmen.«
»Er wird es nicht schaffen«, sagte Garrett schnell, obwohl er sich selbst nicht glaubte. »Wir… wir finden eine Lösung. So wie du gesagt hast. Wir…«
»Nein«, unterbrach sie ihn. Sie stand langsam auf, ihre Bewegungen waren steif und unnatürlich. Sie sah ihn an, aber ihr Blick schien durch ihn hindurchzugehen, auf etwas, das in der Vergangenheit lag. »Du verstehst es nicht.«
»Was verstehe ich nicht?«, fragte er verwirrt. Ihre Reaktion verunsicherte ihn mehr als das gesamte Gespräch mit dem Coach.
»Das ist es«, flüsterte sie. »Das ist, wie es anfängt. Sie isolieren dich. Sie nehmen dir, was du liebst. Sie machen dich klein. Bis nichts mehr von dir übrig ist.«
Ihre Worte klangen nicht wie eine Analyse seiner Situation. Sie klangen wie eine Erinnerung. Er sah, wie ihre Hand unbewusst zu ihrem Unterarm wanderte, zu der Stelle, wo die Narben unter dem langen Ärmel ihres Pullovers verborgen lagen.
»Ivery, das ist nicht…«
»Doch!«, rief sie und ihre Stimme zitterte. »Glaubst du, mein Vater war der erste Spieler, der von diesem Sport zerbrochen wurde? Glaubst du, er war der einzige, der unter dem Druck stand, immer besser, immer härter zu sein? Sie saugen dich aus, Garrett! Dieses ganze verdammte System! Dein Vater, der Coach, die Fans… sie alle nehmen sich, was sie brauchen, und wenn du leer bist, werfen sie dich weg!«
Tränen standen ihr in den Augen, Tränen der Wut und des Schmerzes. Es war nicht mehr seine Geschichte, von der sie sprach. Es war ihre.
»Ich dachte, ich könnte das«, fuhr sie fort, ihre Stimme wurde wieder leiser, brüchiger. »Ich dachte, wenn ich dir helfe, wenn wir uns gegen ihn stellen, wäre das anders. Aber es ist nicht anders. Es ist dasselbe. Es ist immer dasselbe.« Sie schüttelte den Kopf, wie um einen Gedanken zu vertreiben. »Ich habe dich da reingedrängt. Ich habe gesagt, wirf das Brett um. Und jetzt… jetzt nimmt er dir das Einzige, was du hast. Genau wie sie es bei meinem Vater getan haben.«
»Das ist nicht deine Schuld«, sagte Garrett verzweifelt und trat wieder auf sie zu. Er wollte sie in den Arm nehmen, sie festhalten.
»Fass mich nicht an!«, schrie sie und wich zurück, bis ihr Rücken die Wand berührte. Sie war in die Enge getrieben, eine Gefangene ihrer eigenen Erinnerungen. »Ich kann das nicht, Garrett. Ich kann nicht zusehen. Ich kann nicht noch einmal zusehen, wie jemand, der mir…« Sie brach ab, unfähig, den Satz zu beenden. Sie schloss die Augen. »Ich habe die letzten zehn Jahre damit verbracht, vor diesem Gefühl wegzulaufen. Vor diesem Sport. Vor diesen Menschen. Und du… du ziehst mich direkt wieder hinein.«
»Das wollte ich nicht«, flüsterte er. Sein Herz zerbrach in tausend Stücke. Scherben.
»Ich weiß«, sagte sie leise. Als sie die Augen wieder öffnete, war die feurige Wut verschwunden. Übrig war nur eine tiefe, unendliche Traurigkeit. Eine Resignation. »Aber es spielt keine Rolle, was du wolltest. Es passiert. Und ich… ich bin nicht stark genug dafür. Nicht noch einmal.«
Sie schob sich an ihm vorbei zur Tür ihres Zimmers. Nicht zu der Wohnungstür, sondern zu der Tür, die ihr Zimmer von dem Rest der kleinen Wohnung trennte. Es war eine symbolische Geste. Sie zog sich nicht nur aus der Situation zurück, sie zog sich in sich selbst zurück.
»Ivery, bitte«, flehte er. »Lass mich nicht allein damit.«
Sie drehte sich an der Tür noch einmal um. Ihr Gesicht war eine Maske aus Schmerz. »Du warst schon allein, als du diesen Raum betreten hast, Garrett. Das ist die erste Regel in diesem Spiel. Am Ende ist man immer allein.«
»Ich dachte, wir hätten das geändert.«
Ein einzelner, salziger Tropfen lief über ihre Wange. »Manche Dinge kann man nicht ändern.«
Sie verschwand in ihrem Zimmer und schloss die Tür leise hinter sich. Das Klicken des Schlosses war das lauteste Geräusch, das Garrett je gehört hatte.
Er stand allein im Wohnzimmer, umgeben von ihren Büchern, ihrem Duft, dem Echo ihrer Worte. Er war gekommen, um einen Anker zu finden, und hatte stattdessen einen Sturm ausgelöst. Er hatte gehofft, sie würde ihm helfen, die Scherben seiner Hoffnung wieder zusammenzusetzen, aber stattdessen hatte er ihre eigenen alten Wunden wieder aufgerissen.
Die Tür, die sie geschlossen hatte, war mehr als nur eine Tür. Es war eine Mauer. Die gleiche Mauer, die er in den letzten Wochen so mühsam versucht hatte, einzureißen. Und er hatte sie selbst wieder aufgebaut, Stein für Stein, mit der brutalen Realität seiner eigenen kaputten Welt.
Er verließ die Wohnung, ohne sich von Allie zu verabschieden, die ihn mit großen, fragenden Augen vom Sofa aus anstarrte. Er ging die Treppe hinunter, durch die Gänge, hinaus in die Nacht. Er ging und ging, ohne Ziel.
Sein Vater hatte ihm den Boden unter den Füßen weggezogen. Der Coach hatte ihm mit dem Entzug des Spiels gedroht. Aber das hier… das war schlimmer. Der Schmerz, Ivery so gebrochen zu sehen, zu wissen, dass er der Grund dafür war, und die Erkenntnis, dass sie ihn in dem Moment verlassen hatte, in dem er sie am meisten brauchte, war eine ganz neue Art von Hölle.
Er war wieder da, wo er angefangen hatte. Allein. Nur dass es diesmal schlimmer war. Denn für ein paar kurze, leuchtende Tage hatte er gewusst, wie es sich anfühlte, es nicht zu sein. Und die Erinnerung daran machte die Dunkelheit um ihn herum nur noch schwärzer.