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Gangs

Schatten der Vergangenheit und das Licht der Ewigkeit

Miley

Die Sonne Kaliforniens brannte heiß auf die Terrasse unseres Hauses, während ich die letzten Vorbereitungen für das Abendessen traf. Es war einer dieser perfekten Tage, an denen die Luft nach Jasmin und Freiheit schmeckte. Justin war mit Ryan unterwegs, um „Gang-Sachen“ zu erledigen, was heutzutage meistens bedeutete, dass sie ihre legalen Geschäfte koordinierten oder einfach nur auf ihren Motorrädern die Küste entlangjagten. Die Snipers waren immer noch die Macht in diesem Bezirk, aber wir hatten die Gewalt gegen Respekt eingetauscht.

Ich spürte zwei starke Arme, die sich von hinten um meine Taille schlangen. Der vertraute Duft von Sandelholz, teurem Leder und einer Nuance Tabak hüllte mich sofort ein. Justin vergrub sein Gesicht in meinem Nacken und gab mir einen sanften Kuss auf die empfindliche Stelle hinter meinem Ohr.

„Du riechst nach Zuhause, Shawty“, murmelte er mit dieser rauen, tiefen Stimme, die mich auch nach all den Jahren noch augenblicklich feucht werden ließ.

Ich drehte mich in seinen Armen um und legte meine Hände in seinen Nacken, wobei meine Finger mit den feinen Härchen an seinem Haaransatz spielten. „Du bist früh zurück, Boss. Hat Ryan dich etwa stehen lassen?“

Justin grinste, und seine karamellfarbenen Augen funkelten vor Vergnügen. „Ryan hat ein Date mit seiner Kleinen. Er wird langsam weich. Aber ich? Ich wollte einfach nur zu meiner wunderschönen Frau und meinem Sohn.“

In diesem Moment hörten wir ein freudiges Quietschen aus dem Wohnzimmer. Aiden saß in seinem Laufstall und fuchtelte wild mit seinen Ärmchen, als er Justins Stimme hörte. Justin löste sich von mir, ging zu ihm und hob ihn mit einer Leichtigkeit hoch, die mich jedes Mal wieder staunen ließ. Der gefährlichste Mann der Stadt, übersät mit Tattoos und Narben, wiegte sein Kind im Arm, als wäre es der kostbarste Schatz der Welt.

„Hey, kleiner Kämpfer“, flüsterte Justin und rieb seine Nase an Aidens. Der Kleine lachte laut auf und griff nach Justins Kette. „Willst du Mami und Papi heute Abend ein bisschen Zeit für sich lassen? Ryan kommt gleich vorbei und passt auf dich auf.“

Ich zog eine Augenbraue hoch. „Ein Date? Schon wieder? Du verwöhnst mich, Bieber.“

Justin sah mich über Aidens Kopf hinweg an, und sein Blick wurde plötzlich intensiv und dunkel. „Ich werde nie aufhören, dich zu erobern, Miley. Das ist ein Versprechen.“

Justin

Der Abend war magisch. Ich hatte ein privates Boot gemietet, das uns weit hinaus auf den Ozean brachte, wo die Lichter der Stadt nur noch wie kleine Diamanten am Horizont funkelten. Miley trug ein schwarzes Seidenkleid, das jeden ihrer Kurven betonte und im Mondlicht schimmerte. Jedes Mal, wenn der Wind durch ihr Haar fuhr, sah sie aus wie eine Göttin.

„Woran denkst du?“, fragte sie und nippte an ihrem Wein, während wir an Deck auf den Kissen lagen.

„Daran, wie knapp es damals war“, gestand ich ehrlich. „Wenn ich nicht den Mut gehabt hätte, dich aus Lions Klauen zu reißen... ich will mir gar nicht vorstellen, wo wir heute wären.“

Miley rückte näher an mich heran und legte ihren Kopf auf meine Brust. Ich spürte ihr Herz ruhig und gleichmäßig schlagen. „Wir wären trotzdem zusammengekommen, Justin. Das Schicksal lässt sich nicht aufhalten. Du bist mein Anker.“

Ich strich ihr über den Rücken, meine Hand glitt tiefer, bis ich den Stoff ihres Kleides leicht nach oben schob. Die Spannung zwischen uns war wie ein elektrisches Feld. „Ich liebe es, wenn du so redest. Aber noch mehr liebe ich es, wenn du gar nichts sagst.“

Ich beugte mich vor und küssre sie. Der Kuss schmeckte nach Wein und Verlangen. Meine Zunge forderte Einlass, und sie gewährte ihn mir sofort. Ihre Hände krallten sich in mein Hemd, rissen an den Knöpfen, bis sie aufsprangen. Ich stöhnte in ihren Mund hinein.

„Hier?“, hauchte sie zwischen zwei Küssen.

„Hier. Jetzt. Überall“, antwortete ich heißer.

Ich zog ihr Kleid über ihren Kopf und warf es achtlos zur Seite. Unter dem Mondlicht war sie das Schönste, was ich je gesehen hatte. Ich vergrub mein Gesicht zwischen ihren Brüsten, kostete ihre Haut, während meine Hand zwischen ihre Beine glitt. Sie war bereits klatschnass.

„Justin, bitte...“, flehte sie und warf den Kopf nach hinten.

Ich ließ sie nicht länger warten. Ich zog meine Hose aus und drang mit einem einzigen, harten Stoß in sie ein. Miley schrie meinen Namen in die Nacht hinaus, ihre Beine schlangen sich fest um meine Hüfte. Wir bewegten uns im Rhythmus der Wellen, wild, ungezügelt und voller Liebe. Es war nicht nur Sex; es war eine Verschmelzung unserer Seelen, eine Bestätigung, dass wir zusammengehörten.

Als wir schließlich erschöpft und verschwitzt ineinander verkeilt liegen blieben, küsste ich ihre Stirn. „Ich liebe dich mehr als mein Leben, Shawty.“

„Und ich dich, mein Bad Boy“, flüsterte sie, bevor sie in meinen Armen einschlief.

Miley

Der nächste Morgen begann so, wie fast jeder Morgen bei uns begann: chaotisch, laut und voller Liebe. Wir waren gerade erst nach Hause gekommen, als wir Ryan im Wohnzimmer fanden. Er lag auf dem Sofa, Aiden schlief friedlich auf seinem Bauch, und Ryan sah aus, als hätte er eine Nacht im Krieg hinter sich.

„Guten Morgen, Sonnenschein“, spottete ich und warf ihm ein Kissen ins Gesicht.

Ryan schreckte hoch, hielt Aiden aber instinktiv fest. „Gott verdammt, Miley! Könnt ihr nicht einmal leise reinkommen? Der Kleine hat mich die halbe Nacht wachgehalten. Ich glaube, er hat deine Sturheit geerbt.“

Justin lachte und nahm ihm den Kleinen ab. „Oder er weiß einfach, wie man seinen Onkel Ryan dominiert. Gut gemacht, Aiden.“

„Ihr seid unmöglich“, brummte Ryan, musste aber grinsen. „Übrigens, Justin, die Jungs von den V8 wurden gestern Abend im South End gesichtet. Ohne Anführer sind sie nur noch ein Haufen streunender Hunde. Lion ist wohl endgültig untergetaucht. Man sagt, er schnorrt sich durch die Hinterhöfe von Vegas.“

Justin wurde kurz ernst, sein Blick verhärtete sich. „Lass ihn. Er ist keine Bedrohung mehr. Er hat alles verloren, weil er nicht wusste, wie man einen Diamanten wie Miley schätzt.“ Er sah mich an, und die Kälte in seinen Augen schmolz augenblicklich zu reiner Wärme.

Wir setzten uns alle an den großen Frühstückstisch. Justin hatte angefangen, Eier und Speck zu braten, während er Aiden in einer Wippe neben sich beobachtete. Ryan unterhielt sich mit mir über die neuen Pläne für den Club, den wir legal eröffnet hatten.

„Hey, Miley“, sagte Ryan plötzlich und grinste frech. „Ich hab gehört, du hast Justin gestern auf dem Boot fast über Bord geworfen vor lauter... Begeisterung?“

Ich spürte, wie ich rot wurde, konterte aber sofort. „Tja, Ryan, manche Frauen haben eben Leidenschaft. Vielleicht solltest du deiner Freundin mal zeigen, wie man ein Boot richtig nutzt, anstatt nur darauf zu angeln.“

Justin prustete vor Lachen und klatschte Ryan ab. „Punkt für meine Frau, Bro. Du hast es echt nicht anders verdient.“

Nach dem Frühstück, als Ryan gegangen war, herrschte eine angenehme Stille im Haus. Aiden spielte auf seiner Matte, und Justin und ich saßen auf der Veranda und tranken unseren zweiten Kaffee.

„Weißt du“, begann Justin leise und nahm meine Hand. „Manchmal kann ich es immer noch nicht glauben. Dass mein Vater dich verstoßen hat, dass wir so viel Dreck fressen mussten... und jetzt sitzen wir hier.“

„Mein Vater war ein Narr“, sagte ich fest. „Er hat nur das Geschäft gesehen. Du hast mich gesehen. Du hast mich gerettet, Justin. Nicht nur vor Lion, sondern vor einem Leben, in dem ich nie ich selbst hätte sein können.“

Justin zog meine Hand an seine Lippen und küsste meine Fingerknöchel. „Du hast mich gerettet, Miley. Ich war ein Monster, bevor du kamst. Kalt, rücksichtslos. Du hast mir gezeigt, dass Stärke nicht bedeutet, wie viele Leute man einschüchtert, sondern wen man beschützt.“

In diesem Moment krabbelte Aiden auf uns zu und hielt sich an Justins Bein fest, um aufzustehen. Er wackelte noch etwas unsicher, aber er strahlte uns mit seinen großen Augen an.

„Schau ihn dir an“, flüsterte ich. „Er hat deine Augen, Justin. Und dein Grinsen.“

Justin hob ihn hoch und setzte ihn auf seinen Schoß. „Er wird es besser haben als wir. Er wird in einer Welt aufwachsen, in der er geliebt wird. Und er wird lernen, wie man eine Frau wie dich behandelt – mit absolutem Respekt.“

Aiden patschte mit seinen kleinen Händen auf Justins tätowierte Arme und gab ein glückliches „Dada“ von sich. Justin schluckte schwer, und ich sah, wie seine Augen feucht wurden. Er drückte den Kleinen fest an sich.

„Komm her, Shawty“, sagte er und streckte seinen anderen Arm nach mir aus.

Ich kuschelte mich an seine Seite, den Kopf auf seine Schulter gebettet. Wir saßen einfach nur da, die drei Bieber-Snipers, unbesiegbar und unzertrennlich.

„Ich liebe dich, Justin“, flüsterte ich.

„Ich liebe dich mehr, Miley. Mehr als alles andere auf dieser Welt.“

Und während die Sonne höher stieg und das Haus mit Licht flutete, wusste ich, dass dies erst der Anfang unserer Geschichte war. Wir hatten die Schatten der Vergangenheit hinter uns gelassen und unser eigenes Licht erschaffen. Ein Happy End, das wir uns mit Blut, Schweiß und vor allem mit einer Liebe erkämpft hatten, die stärker war als jede Gang der Welt.

Justin

Später am Tag, als Aiden seinen Mittagsschlaf hielt, schlich ich mich ins Schlafzimmer, wo Miley gerade die frische Wäsche faltete. Sie trug nur eines meiner alten Tanktops und ein knappes Höschen. Ihr Anblick raubte mir immer noch den Verstand.

Ich trat leise an sie heran und legte meine Hände auf ihre Hüften. „Weißt du, was ich gerade denke?“, flüsterte ich an ihr Ohr.

Sie drehte sich schmunzelnd um. „Dass du Hunger hast?“

„Oh ja, ich habe Hunger. Aber nicht auf Essen.“ Ich hob sie hoch und setzte sie auf die Kommode, wobei ich mich zwischen ihre Beine schob. „Ich kann nicht genug von dir bekommen, Miley. Jede Faser meines Körpers schreit nach dir, jeden verdammten Tag.“

Sie lachte leise und schlang ihre Arme um meinen Nacken. „Dann tu was dagegen, Anführer. Zeig mir, wie sehr du mich willst.“

Ich grinste dunkel, packte ihre Oberschenkel und zog sie näher an mich heran. „Mit Vergnügen, Babe. Mit absolutem Vergnügen.“

In unserem Haus herrschte Leben, Liebe und eine Leidenschaft, die niemals erlöschen würde. Wir waren die Snipers. Wir waren eine Familie. Und wir waren verdammt noch mal glücklich.