Abenteuer
Mondschein, Mako und das Erwachen der Drachin
Die Entscheidung, Midgar den Rücken zu kehren, war keine leichte gewesen, doch die stickige Luft der Sektoren und der ewig drohende Schatten der Shinra-Platte fühlten sich plötzlich wie ein Gefängnis an. Wir wollten mehr als nur das Überleben zwischen Schrottplätzen und schmierigen Bars; wir wollten Weite, eine Zukunft und vielleicht sogar ein kleines Stück Land, auf dem kein Mako-Reaktor die Erde aussaugte. Also packten wir unsere Sachen, ließen das „Seventh Heaven“ hinter uns und machten uns auf den Weg nach Osten, in Richtung der fernen Abenteurergilde von Crossbell, wo das Leben weniger von Konzernen und mehr von Ehre bestimmt wurde.
Die Nacht im Grasland vor den Toren der Zivilisation war kühl, doch unser Lagerfeuer knisterte verheißungsvoll. Die Flammen warfen lange Schatten auf die Gesichter der beiden Frauen, die mein Leben nun vollkommen machten. Tifa saß auf einer umgestürzten Logge und schärfte ihre Lederhandschuhe, während Erza, deren rote Haare im Feuerschein wie flüssiges Gold wirkten, ihre gewaltige Klinge polierte. Es herrschte eine friedliche Stille, die nur vom fernen Heulen eines Wolfs unterbrochen wurde.
„Glaubst du, sie werden uns vermissen?“, fragte Tifa leise und sah in die Glut.
„Wer uns wirklich liebt, wird uns finden“, antwortete ich und legte einen weiteren Ast nach. „Und wer uns hasst, wird es bereuen, uns gesucht zu haben.“
Plötzlich jedoch veränderte sich die Atmosphäre. Das Knistern des Feuers schien zu verstummen, und die Grillen stellten schlagartig ihr Zirpen ein. Erza wirbelte herum, ihr Schwert bereits in der Hand, noch bevor ich überhaupt eine Gefahr wahrnahm.
„Komm raus!“, rief Erza mit ihrer autoritären Stimme, die keinen Widerspruch duldete. „Ich weiß, dass du da bist. Dein Atem riecht nach dem Osten und nach Blut.“
Aus dem tiefen Schatten der Bäume trat eine zierliche, aber muskulöse Gestalt. Das Mondlicht fing sich in ihrem silberblauen Haar und den auffälligen, traditionellen Gewändern, die kaum etwas von ihrem kurvigen Körper verdeckten. Es war Rixia Mao, die „Yin“ aus Crossbell. Eine Frau, die wir als loyale Gefährtin und talentierte Tänzerin kannten – doch heute trug sie ihre riesige, schwarze Klinge auf dem Rücken, und ihr Blick war kalt wie Eis.
„Rixia?“, stammelte ich und stand auf. „Was machst du hier? Wir waren auf dem Weg zu dir!“
Rixia blieb im Lichtkreis des Feuers stehen. Ihre Augen waren gerötet, als hätte sie lange mit sich gerungen. „Es tut mir leid, Otto. Es tut mir so leid, Tifa, Erza. Die Gilde... sie haben erfahren, dass ihr Midgar mit Informationen verlassen habt, die zu wertvoll sind. Sie haben mir den Auftrag gegeben, euch zu eliminieren. Wenn ich es nicht tue, wird meine eigene Familie in den Konflikt hineingezogen.“
„Du willst uns töten?“, fragte Tifa, und ihre Stimme war traurig, nicht wütend. Sie nahm ihre Kampfhaltung ein, die Fäuste leicht erhoben. „Wir sind Freunde, Rixia. Wir haben zusammen gegen die Monster der Slums gekämpft.“
„Befehl ist Befehl“, flüsterte Rixia, und mit einer blitzschnellen Bewegung zog sie ihre gewaltige Klinge. Der Boden unter ihren Füßen schien zu beben, als sie auf uns zustürmte.
Der Kampf war kurz, aber von einer unglaublichen Intensität. Rixia war wie ein Schatten, ungreifbar und tödlich. Doch sie hatte nicht mit der Synergie gerechnet, die zwischen uns dreien entstanden war. Erza parierte den ersten schweren Schlag mit einer Kraft, die Funken sprühen ließ, während Tifa mit einem gezielten Tritt Rixias Gleichgewicht störte. Ich nutzte den Moment, um mich hinter sie zu schieben und meine Klinge an ihre Kehle zu legen, während Erzas Schwert auf ihre Brust gerichtet war.
Rixia hielt inne. Ihr Atem ging schwer, und Tränen traten in ihre Augen. „Tötet mich einfach. Ich habe versagt. Ich kann nicht zurückkehren, ohne meinen Auftrag erfüllt zu haben.“
Erza senkte ihr Schwert um einige Zentimeter, ihr Blick wurde weich. „Warum sollten wir eine Freundin töten, nur weil alte Männer in Gildenbüros Angst haben? Rixia, schau uns an. Wir verlassen diese Welt der Befehle. Wir gründen etwas Eigenes.“
Tifa trat näher und legte Rixia eine Hand auf die Wange. „Du bist allein, nicht wahr? Du kämpfst für ein Erbe, das dich nur unglücklich macht. Bleib bei uns. Werde Teil unserer Familie. Otto braucht mehr als nur zwei starke Frauen, um ihn im Zaum zu halten.“
Rixia starrte Tifa fassungslos an. „Was... was meinst du damit? Eine Familie? Ich bin eine Attentäterin.“
„Du bist eine Frau mit einem Herz, das nach Liebe hungert“, sagte ich leise und nahm das Schwert von ihrer Kehle. Ich zog sie sanft in meine Arme. „Erza und Tifa haben recht. Wir gehen einen neuen Weg. Sei meine Frau, Rixia. Kämpfe nicht mehr gegen uns, sondern mit uns – und für uns.“
Die schwere Klinge entglitt Rixias zitternden Händen und bohrte sich in den weichen Waldboden. Sie brach in meinen Armen zusammen und weinte bittere Tränen der Erleichterung. Tifa und Erza knieten sich zu uns, und für einen langen Moment hielten wir uns alle vier einfach fest, während das Feuer langsam herunterbrannte.
Doch die Erleichterung schlug bald in eine andere, hitzigere Emotion um. Die Gefahr, der Adrenalinschub des Kampfes und die plötzliche Gewissheit, dass Rixia nun zu uns gehörte, entfachte ein Feuer, das heißer brannte als die Glut vor uns.
Rixia löste sich von mir, ihr Gesicht gerötet, die Tränen getrocknet. Sie sah mich mit einer Intensität an, die ihren silbernen Augen ein fast magisches Glühen verlieh. „Wenn ich bleibe... wenn ich wirklich euer sein darf... dann will ich es jetzt spüren. Ich will wissen, wofür ich mein altes Leben aufgegeben habe.“
Erza lächelte wagemutig. „Dann lass uns keine Zeit verlieren. Die Nacht ist noch jung, und der Wald ist unser Zeuge.“
Wir breiteten die schweren Reisedecken neben dem Feuer aus. Rixia wirkte fast schüchtern, als sie ihre orientalische Kleidung ablegte. Ihr Körper war ein Kunstwerk aus Kurven und verborgener Kraft, ihre Haut so glatt wie Porzellan. Tifa half ihr, die letzten Bänder zu lösen, und bald standen wir alle nackt im fahlen Licht der Sterne.
Ich legte Rixia auf die Decken, während Tifa und Erza sich zu beiden Seiten von uns drapierten. Es war ein Bild absoluter Hingabe. Rixias Brüste hoben und senkten sich hastig, als ich begann, sie zu küssen. Sie schmeckte nach fernen Ländern und dem süßen Aroma von Kirschblüten.
„Otto... bitte“, hauchte sie, während ihre Beine sich instinktiv um meine Hüften schlangen. „Zeig mir, dass ich lebe.“
Ich drang in sie ein, und Rixia stieß einen spitzen Schrei aus, der jedoch schnell in ein wohliges Stöhnen überging. Sie war eng, heiß und bereit, sich vollkommen in diesem Moment zu verlieren. Tifa beugte sich über uns und küsste Rixia leidenschaftlich, während Erza hinter mir meine Bewegungen mit ihren Händen unterstützte und mich immer tiefer in die neue Gefährtin trieb.
Der Rhythmus am Lagerfeuer wurde zu einem Tanz der Ekstase. Jedes Mal, wenn Rixia aufstöhnte, antworteten Tifa oder Erza mit einem leisen Lachen oder einer zärtlichen Berührung. Wir waren kein Paar mehr, wir waren ein Kollektiv der Lust. Rixias anfängliche Schüchternheit verflog schnell; sie krallte ihre Fingernägel in meine Schultern und forderte mehr, getrieben von der jahrelangen Unterdrückung ihrer eigenen Bedürfnisse.
„Ja! Genau dort!“, rief sie aus, als ich einen besonders empfindlichen Punkt traf. Ihr ganzer Körper bebte, und die silbernen Haare peitschten über die Decken.
Tifa und Erza ließen es sich nicht nehmen, ebenfalls aktiv zu werden. Während ich Rixia nahm, liebkosten sie sich gegenseitig und sorgten dafür, dass die Luft vor Spannung förmlich knisterte. Es war ein Fest der Sinne, eine Feier unserer neuen Freiheit.
Als Rixias Höhepunkt schließlich kam, war es, als würde eine Barriere in ihr zerbrechen. Sie schrie ihren Namen und den meinen in die Nacht hinaus, ihre inneren Muskeln klammerten sich fest an mich, als wollte sie mich nie wieder loslassen. Kurz darauf folgte ich ihr, erschöpft und glücklich, während Tifa und Erza sich ebenfalls in den Armen liegend dem gemeinsamen Rausch hingaben.
Minutenlang lagen wir alle vier verschlungen auf den Decken, die Kühle der Nachtluft auf unserer schweißnassen Haut genießend. Rixia lag in meinem Arm, ihr Kopf auf meiner Schulter, während Tifa und Erza sich an meinen Rücken pressten.
„Ich glaube“, flüsterte Rixia in die Stille hinein, „dass ich den besten Auftrag meines Lebens angenommen habe.“
Tifa kicherte leise. „Warte erst mal ab, bis wir in Crossbell sind. Das war erst das Aufwärmtraining.“
Erza strich Rixia eine Haarsträhne aus dem Gesicht. „Willkommen in der Familie, kleine Drachin. Von nun an kämpfen wir zusammen.“
Ich schloss die Augen, umgeben vom Duft dreier wunderbarer Frauen, und wusste, dass unsere Reise nach Crossbell nicht nur ein Umzug war. Es war der Beginn einer neuen Ära. Die Welt mochte uns jagen, Gilden mochten uns verfluchen, doch solange wir dieses Feuer zwischen uns hatten, konnte uns nichts aufhalten.
„Ich liebe euch alle drei“, sagte ich, bevor der Schlaf mich holte.
Und im fahlen Licht der sterbenden Glut wusste ich: Der Abenteurer Otto hatte nicht nur sein Ziel erreicht – er hatte ein Imperium der Liebe erschaffen, das stärker war als jeder Mako-Reaktor und jede Klinge der Welt.